McDonald's zieht Konsequenzen aus der Clown-Hysterie

Gerade ist wohl nicht die beste Zeit, einen creepy Clown als Maskottchen zu haben.

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13 Oktober 2016, 12:00pm

Photo via Flickr user Steve Baker

Seit zwei Monaten treiben die Grusel-Clowns mittlerweile ihr Unwesen in den USA: Vor ein paar Wochen haben ein paar Idioten mit zu viel Faschingsschminke versucht, in South Carolina Kinder in den Wald zu locken. Seitdem wurden immer mehr Clowns gesichtet—darunter allerdings auch Falschmeldungen—, mittlerweile auch auf der anderen Seite des Atlantiks in Großbritannien.

Wenn der Spuk irgendwann endlich vorbei ist und man objektiv auf diese Clown-Paranoia zurückblickt, wird man wohl einen echten Tiefpunkt des Ganzen feststellen.Nein, nicht als ein Mann aus North Carolina wegen einer falschen Clownsmeldung verhaftet wurde. Nein, auch nicht, als irgendjemand versuchte,die „Clown Lives Matter"-Bewegung ins Leben zu rufen. Es war in der Tat der Zeitpunkt, als McDonald's verkünden musste, dass Ronald McDonald nicht mehr so oft auftreten würde, weil das immer lächelnde Maskottchen fälschlicherweise für einen der bösen Harlekins gehalten werden könnte.

„McDonald's und seine Franchisenehmer sind sich des aktuellenKlimas bezüglich der Clown-Sichtungen bewusst und werden daher vorerst Ronald McDonald nur mit Bedacht bei Veranstaltungen auftreten lassen", so McDonald's-Sprecherin Terri Hickey gegenüber dem Nachrichtensender NBC. Wir haben bei McDonald's um Kommentar gebeten, bisher jedoch noch keine Antwort erhalten.

MEHR BEI VICE: Ein Tag im Leben eines Clowns, der Kindern Schrecken einjagt und sie unterhält

Ronald kann doch eigentlich gar nicht mit den anderen Clowns in einen Topf geschmissen werden. Sein Gesicht—mit kleinen Abwandlungen—kennt man seit mehreren Jahrzehnten. Das Schlimmste, was er tun kann, wäre wohl, Kindern Diabetes zu verpassen. (OK, nicht so gut.)Bis Ronald also endlich wieder aus dem McDonald's-Land auftaucht, wo er sich derzeit in einem geheimen Versteck eine Zwangspause gönnen muss, blicken wir einmal auf ein paar alte TV-Spots zurück, die zeigen, warum wir keine Angst vor ihm haben müssen.

OK, das hier ist vielleicht ein schlechtes Beispiel. Wenn ich Willard Scott mit seinem irren Blick und einem To-Go-Becher auf seiner Nase sehe, denke ich nicht unbedingt: „JUCHUU! HAMBURGER!"

Ja, gut, das hier ist auch nicht so ideal. Lass Ronald und seinen kleptomanischen Freund nie durch deinen Wandschrank rennen, wenn deine Eltern nicht zu Hause sind.

Ronalds Versuche zu beatboxen solltenals Kriegsverbrechen gewertet werden.

OK, vielleicht hätte McDonald's diesen Schritt schon vor langer Zeit gehen sollen.