KFC-Filialleiter wurde gefeuert, weil er im Team keine Transgender haben wollte

Letzte Woche verlies Georgie Carter glücklich einen KFC. Sie hatte einen Job bekommen. Eine Stunde später war sie gefeuert.

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04 März 2016, 4:00pm

Letzte Woche hat Georgia Carter eine KFC-Filiale in Richmond, Virginia, mit einem breiten Grinsen verlassen: Sie hatte soeben eine Jobzusage bekommen. Doch nur eine Stunde später war sie schon wieder gefeuert.

„Er meinte zu mir, dass ich den Job habe", erzählte Carter dem örtlichen Nachrichtensender WRIC, und meinte damit den KFC-Filialleiter, der mit ihr das Jobinterview geführt hatte. „Ich fuhr zu meinem Freund und meinte: ‚Ich habe den Job. Ich bin wieder ein aktives Mitglied der Gesellschaft.' Ich war so glücklich."

Doch nicht mal eine Stunde später bekam sie einen Anruf von KFC, in dem ihr mitgeteilt wurde, dass sie den Job schon wieder los sei. Der Grund für die Kündigung, so Carter, habe mit der Tatsache zu tun, dass sie Transgender sei.

„Er meinte: ‚Mein Vorgesetzter und ich haben ein Problem damit, dass auf Ihrem Führerschein männlich steht, obwohl sie doch…' Ich bin Transgender, meinte ich", so Carter weiter, die ergänzt, dass ihr als offizieller Grund angegeben wurde, dass es bei ihr Unklarheiten hinsichtlich der Badnutzung gebe. „Wir können Sie nicht einstellen, weil wir nicht wissen, welches Bad Sie benutzen können."

Obwohl der Filialleiter anfangs abstritt, Carter eine Jobzusage gegeben zu haben, bestätigte KFC gestern öffentlich das diskriminierende Verhalten ihres Filialleiter und gab bekannt, ihn nach einer „gründlichen Untersuchung" gefeuert zu haben.

MUNCHIES wollte von KFC eine Stellungnahme haben und wurde nicht enttäuscht:

„Die Firmenpolitik von KFC sieht vor, jeden gleich, fair und mit Respekt zu behandeln. Wir tolerieren keine Form von Diskriminierung. Als wir von den Vorwürfen gehört haben, hat der Franchisenehmer, dem auch das Restaurant in Richmond gehört, eine sofortige und gründliche Untersuchung eingeleitet. Infolgedessen wurde dem Filialleiter gekündigt, weil er gegen die Antidiskriminierungspolitik des Franchisenehmers verstoßen hat, zu der auch die Anerkennung von Diversität bei Geschlechtsidentität und sexueller Orientierung zählt. Die Geschäftsführung des Franchisenehmers hat bereits mit Frau Carter gesprochen und ihr einen Job in dem besagten Restaurant oder einem anderen KFC-Restaurant im Großraum Richmond angeboten. Das Angebot gilt ab sofort. Außerdem betont der Franchisenehmer die Empfindlichkeit des Themas und die Wichtigkeit der Einhaltung dieser Richtlinien, in der Hoffnung, dass sich so ein Vorfall nicht wiederholt."

Das schnelle Handeln der Hähnchenkette sorgte auf Twitter für große Zustimmung. Auch Georgia Carter bekam das Happyend, das sie sich verdient hatte.