Munchieshttps://munchies.vice.com/deRSS feed for https://munchies.vice.comdeThu, 15 Nov 2018 05:00:00 +0000<![CDATA[Wegen Bolognese-Soße: Veganerin bedroht ihre Mutter mit einem Messer]]>https://munchies.vice.com/de/article/wj3enm/veganerin-bedroht-mutter-wegen-bolognese-sosse-mit-messer-italien-streitThu, 15 Nov 2018 05:00:00 +0000Stell dir vor, du kommst nach Hause und dir steigt direkt der Geruch der langsam vor sich hinköchelnden Bolognese-Soße in die Nase, die deine Mutter gerade in der Küche zubereitet. Wahrscheinlich nach einem alten Familienrezept, das nirgendwo aufgeschrieben ist. Was machst du dann? Schnappst du dir einen Löffel und probierst das Ganze? Oder drohst du der Köchin, ihr ein Messer in den Bauch zu rammen, weil die Soße Fleisch enthält?

Wie die Zeitung The Telegraph berichtet, entschied sich eine Frau aus dem italienischen Modena für die zweite Option. Der Grund: Als Veganerin hatte sie ein großes Problem damit, dass ihre Nase dem Geruch von tierischen Produkten ausgesetzt war. Deshalb auch der Griff zum Messer, angeblich inklusive folgender Aussage: "Hör auf, Ragù zu kochen, oder ich steche dir das Messer in den Bauch!"

Dem Bericht zufolge sagte die 48-Jährige bei der nachfolgenden Gerichtsverhandlung, dass sie vor dem Zwischenfall jahrelang keinen "sensorischen oder olfaktorischen Kontakt" mehr mit Fleisch gehabt hätte. Dann verlor sie aber ihren Job und musste wieder bei ihrer Mutter einziehen. Die sagte vor Gericht aus, dass ihre Tochter nicht zum ersten Mal wegen Butter, Milch oder Fleisch aggressiv geworden sei.


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Die Mutter der Veganerin scheint mit ihrer fleischlastigen Kochkunst ganz nach der Tradition der Rezdore zu handeln. Modena gehört zur Region Emilia-Romagna im Norden Italiens, wo frühere Generationen noch mit einer Rezdora aufgewachsen sind – also mit einer Frau, die sich nicht nur mit Leidenschaft um den Haushalt gekümmert und die Familie auf Trab gehalten hat, sondern auch eigene Pasta zubereitete.

"Die Rezdora war keine einfache Hausfrau, sondern stand für viel mehr", heißt es in dem italienischen Magazin Non Solo Buono. "Nach Veränderungen in der Gesellschaft und dem Niedergang der traditionell patriarchalen Familienstruktur verschwanden auch die Rezdore immer mehr. Der Begriff wird aber immer noch benutzt, um über gute Frauen und tolle Köchinnen zu reden."

Manchmal wird die Rezdora wegen ihrer Bolognese-Soße aber eben auch mit einem Messer bedroht. Lange versuchten die Anwälte beider Seiten, in dem Fall zu vermitteln. Ohne Erfolg. Jetzt hat eine Richterin ein Urteil gefällt: Die Veganerin muss 400 Euro Strafe zahlen – plus 500 Euro Schadensersatz an ihrer Mutter.

Und wenn es nicht schon längst passiert ist, wäre jetzt wohl auch ein guter Zeitpunkt, wieder von zu Hause auszuziehen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei MUNCHIES US.

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<![CDATA[Video: Eine kulinarische Tour durch die ikonischsten Restaurants von Hollywood]]>https://munchies.vice.com/de/article/ev345z/eine-kulinarische-tour-durch-hollywood-entertainment-pasta-videoWed, 14 Nov 2018 14:32:10 +0000Das Wort "Klassiker" hat in Hollywood viele Bedeutungen. Oft meint man damit auch kulinarische Entertainment-Etablissements. Egal ob nun ein italienisches Restaurant der alten Schule oder die legendärste Musikbar in der Gegend, unser Host Kris Yenbamroong sieht sich in unserem neuen Video hinter den Kulissen der wahren Klassiker um.

Zusammen schlemmen wir uns spät abends durch jüdische Delikatessen und tanzen die Kalorien dann im aufregendsten Club von West Hollywood wieder weg. Und wir verstehen, warum sich diese Etablissements schon so lange halten.

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<![CDATA[Die Spaghetti des Pasta-Giganten Barilla sind jetzt auch endlich LGBTQ-freundlich]]>https://munchies.vice.com/de/article/nepb7g/spaghetti-des-pasta-giganten-barilla-sind-endlich-lgbtq-freundlich-dechTue, 13 Nov 2018 11:32:44 +0000"Lesbisches Paar auf Barilla Spaghetti" verkündet Gay.ch, und das ist nicht nur für den LGBTQ-Newschannel eine relevante Nachricht: Dass Barilla ein lesbisches Paar auf seine Packung druckt, war vor einigen Jahren noch ein Ding der Unmöglichkeit.

Guido Barilla, Chef des italienischen Pasta-Imperiums, sagte 2013 öffentlich, dass er niemals vorhabe, Werbung mit gleichgeschlechtlichen Paaren zu machen. Auch für LGBTQ-Personen die Kinder adoptieren wollen, hatte er damals keinen Respekt übrig: "Das Konzept der ehrwürdigen Familie bleibt einer der fundamentalsten Werte für die Firma." Traditionelle Werte für traditionelle Pasta. "Wenn die Gays das nicht hören möchten, können sie ja eine andere Marke essen", sagte Signore Barilla damals.


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Weil viele damals diesen Vorschlag des Chefs angenommen und Barilla anschliessend boykottiert hatten, zeigte er sich kurz darauf einsichtig und entschuldigte sich für seine Worte. Er wolle die LBGTQ-Community kennenlernen und sich für deren Bedürfnisse öffnen. Als erster Schritt in die richtige Richtung stellte das Unternehmen einen Diversity-Experten ein, der das Unternehmen mit Zwischenmenschlichkeit und Toleranz bereichern sollte.

Eine Massnahme, die sich auszahlt: Seit 2015 erreichte Barilla mit seinen neuen Bemühungen für Gleichstellung und Toleranz stets eine perfekte Punktzahl im Ranking des Human Rights Campaign's Corporate Equality Index, der Firmen auf ihre Arbeitsbedingungen für LGBTQ-Mitarbeiter prüft. 2016 machte die Pasta-Firma den lesbischen YouTube-Star Hannah Hart zu seinem "Pasta Girl". Und jetzt prangt die Illustration zweier Frauen auf der Packung, die sich im Susi und Strolch-Stil eine Spaghetti teilen. Ein Sieg für Toleranz – wenn auch nur ein winzig kleiner.

Limitierte Packung Barilla-Spaghetti
Foto: Olimpia Zagnoli | Barilla

Dass ihre Illustration nur auf ein paar tausend limitierten Packungen zu sehen sein wird, die beim Pasta World Championship verteilt wurden, mag für Künstlerin Olimpia Zagnoli zwar nicht gerade der Jackpot sein. Sie sei selbst lesbisch und habe sich damals dem Boykott der Barilla-Produkte angeschlossen: "Das habe ich sogar sehr lange gemacht", sagte sie der britischen Style-Seite It's Nice That. Mit ihrem Entwurf habe sie eigentlich bloss eine Reaktion beim Pasta-Konzern hervorrufen wollen, erzählt sie. Sie habe gedacht, dass Barilla ihren Entwurf "nie akzeptieren würde und rate was passiert ist: Sie haben ihn angenommen."

Natürlich ist Zagnoli auch klar, dass viele Firmen bloss auf den Equality-Zug aufspringen, um damit Geld zu scheffeln. Gilt das auch für Barilla? "Ich weiss es nicht", sagt sie dazu. "Ich denke aber, dass Werbung verändern kann, wie wir über uns selbst und andere denken. Und wenn man es richtig macht, kann Werbung die visuelle Sprache einer Generation verändern."

Wenn die limitierten Pasta-Boxen auch in unseren Supermarktregalen landen würden, wäre die Veränderung allerdings noch besser spürbar.

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<![CDATA[Kinderleichtes Cacio e Pepe Rezept]]>https://munchies.vice.com/de/article/wjkwqb/kinderleichtes-cacio-e-pepe-rezeptTue, 13 Nov 2018 07:55:27 +0000Portionen: 4
Vorbereitung: 10 Minuten
Insgesamt: 25 Minuten

Zutaten

Salz zum Abschmecken
500 Gramm Spaghetti
4 Esslöffel ungesalzene Butter
1 Esslöffel Olivenöl
2 Teelöffel grob gemahlener schwarzer Pfeffer
240 Gramm geriebener Pecorino Romano Käse, noch mehr zum Garnieren
120 Gramm geriebener Parmesan Käse

Zubereitung

1. Bring einen großen Topf mit großzügig gesalzenem Wasser zum Kochen. Gib die Pasta hinzu und lass sie unter gelegentlichem Umrühren neun Minuten kochen, bis sie al dente sind. Beim Abgießen eine Tasse vom Nudelwasser aufbewahren.

2. In der Zwischenzeit erhitzt du Butter und Ö bei mittlerer Hitze in einer großen Pfanne. Gib den Pfeffer hinzu und brate ihn zwei Minuten an, bis er leicht angeröstet ist. Gib die Pasta und Käse hinzu und wende alles in der Pfanne, bis der Käse gleichmäßig verteilt ist. Gib anschließend noch etwas von dem aufbewahrten Nudelwasser hinzu, bis das Ganze cremig ist. Sofort servieren und mit noch mehr Käse garnieren

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<![CDATA[Dieser YouTuber probiert "komische" Früchte – und macht süchtig]]>https://munchies.vice.com/de/article/mbdnba/youtuber-probiert-exotische-fruechte-und-macht-suechtig-interview-obstTue, 13 Nov 2018 05:00:00 +0000Ein drahtiger Mann mit dünner Metallbrille sitzt in einer unscheinbaren Wohnung oder in einem trostlosen Hotelzimmer, isst eine Frucht und beschreibt vor einer Kamera, wie diese schmeckt und sich im Mund anfühlt. Keine Gimmicks, kein Fetisch. Der Produktionsaufwand ist minimal. Das Ganze klingt auf dem Papier recht langweilig. Dennoch kommen knapp 58.000 Subscriber immer wieder auf Jared Rydeleks "Weird Fruit Explorer"-YouTube-Kanal zurück.

Im Laufe der vergangenen fünfeinhalb Jahre hat Rydelek Hunderte verschiedene Früchte probiert und mit fast enzyklopädischer Genauigkeit beschrieben (derzeitiger Stand: 314). Ihm dabei zuzuschauen, ist seltsam faszinierend und bizarr. Dabei hat Rydeleks Hobby nicht mal etwas mit seiner eigentlichen Tätigkeit als Vollzeit-Verrenkungskünstler zu tun.

Wie kommt man überhaupt zu einer solch außergewöhnlichen Leidenschaft? Und welche Früchte sollte man besser meiden? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir uns mit Jared Rydelek unterhalten.


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MUNCHIES: Was hat dich dazu gebracht, verschiedene Früchte auf YouTube zu reviewen? Verfolgst du mit deinem Channel ein bestimmtes Ziel?
Jared Rydelek: Ich arbeitete eine Zeit lang in Malaysia, wo es viele interessante exotische Früchte gibt. Was es damals aber noch nicht wirklich gab: Video-Channel, die sich mit diesen Früchten beschäftigen. Ein solches Thema eignet sich nicht wirklich für ein Textformat, denn es braucht nicht nur die visuelle Komponente, sondern auch eine Reaktion auf den Geruch, den Geschmack, die Konsistenz und die Handhabung.

Von den über 70.000 verschiedenen essbaren Früchten dieser Welt findet man im Supermarkt nur ein paar Dutzend. Langsam ändert sich das aber. Als ich mit meiner Serie anfing, war es fast unmöglich, irgendwo in New York Jackfrucht zu finden. Heute kann man sie in Biosupermärkten in den ganzen USA kaufen. Oft schreiben mir die Leute, die meine Videos schauen, dass sie sich nur wegen mir Kakis gekauft hätten. Das ist für mich die größte Motivation.

Du scheinst für deine Videos auf der ganzen Welt unterwegs zu sein. Reist du wegen deiner Vorliebe für exotische Früchte oder wegen deines normalen Jobs?
Ich verdiene mein Geld als Verrenkungskünstler. Meine Auftritte ermöglichen es mir, viel zu reisen. Und ganz egal, wo ich auf der Bühne stehe, ich versuche davor immer, mich auf einem lokalen Lebensmittelmarkt umzuschauen. Ich wurde vegetarisch großgezogen und interessierte mich deshalb schon als Kind im Supermarkt für das importierte Obst und Gemüse. Ich suchte mir dann immer die außergewöhnlichste Frucht aus, die da war.

Ich finde Obst einfach viel interessanter als alle anderen Lebensmittel. Obst wird nicht hergestellt, es wächst einfach in der Natur. Wenn du eine bestimmte Sorte probieren willst, musst du sie irgendwo finden. Jedes mal, wenn ich mich auf Früchtesuche begebe, fühlt es sich an wie eine Veggie-Safari.

Wie bist du Verrenkungskünstler geworden?
Ich stand als kleiner Junge total auf Zauberei. Eines Tages hämmerte sich der Sidehow-Performer Todd Robbins im Fernsehen einen Nagel in die Nase. Das Ganze war wie Magie, bloß ohne Tricks und zweiten Boden. Bei Todd Robbins lernte ich dann alles, vom Feuerspucken über Schwertschlucken bis hin zum Laufen auf Glasscherben. Als wegen der Wirtschaftskrise dann mein Bürojob gestrichen wurde, war ich plötzlich komplett auf meine Auftritte angewiesen. Also verfeinerte ich meinem Auftritt noch mal und fing an, mich richtig zu vermarkten.

Was war die erste exotische Frucht, die dich so richtig überrascht hat? Und was ist in deinen Augen überhaupt eine "komische" Frucht?

"Komisch" ist hier komplett subjektiv. Manche Leute fühlen sich von meinem Channel-Namen direkt auf die Füße getreten – so nach dem Motto "Wie kannst du es wagen? Ich esse diese Frucht täglich, die ist überhaupt nicht komisch". Trotz der negativen Konnotation benutze ich das Wort "komisch" als Kompliment. Für mich bedeutet es nämlich, dass etwas besonders ist und sich vom Einheitsbrei abhebt.

Ich probiere viele Früchte, die zwar in den USA wachsen, dort aber trotzdem recht unbekannt sind. Ein Beispiel dafür wäre die Papau, auch als Indianerbanane bekannt. Diese Früchte sehen aus wie Kartoffeln, schmecken wie Mangopudding und wachsen hier in den USA ganz normal in Bäumen.

Bei welchem deiner Videos hattest du am meisten Spaß?

Bei dem Video zum Flaschenkürbis. Diese Früchte sehen unten aus wie grüne Bowlingkugeln. Wenn sie reif sind, können sie die Äste der Bäume kaum mehr tragen, weil sie sie so schwer sind. Als ich auf den Philippinen war, sah ich einen Flaschenkürbis-Baum in einem Garten stehen. Ich klopfte einfach an die Tür des dazugehörigen Hauses und fragte die Besitzer über die Frucht aus.

Die Familie war total freundlich und lud mich direkt ein. Sie zeigten mir, wie man einen Flaschenkürbis zubereitet, indem sie ihn zuerst kochten und aus dem Fruchtfleisch dann Saft pressten. Eine tolle Erfahrung. So lernte ich nicht nur, wie man die Frucht auf den Philippinen nutzt, sondern freundete mich gleichzeitig mit Menschen aus einem anderen Teil der Welt an.

Welche ist die ekligste Frucht, die du bis jetzt probiert hast?

Das war mit Abstand die Noni. Richtig brutal. Das Teil sieht aus wie ein krankes Insektenei und schmeckt wie eine Mischung aus Kotze und Cheddar-Käse.

Wie bringst du exotische Früchte aus dem Ausland am US-Zoll vorbei? Schließlich herrschen in den USA sehr strenge Gesetze bezüglich der Einfuhr von Obst und Gemüse.
Viele meiner Zuschauer sind Gärtner aus den USA, die versuchen, seltene tropische Früchte bei sich im Garten anzubauen. Da habe ich natürlich kein Problem, wenn sie mir Teile ihrer Ernte per Post zuschicken. Bei Früchten aus dem Ausland sieht es anders aus, weil so ja invasive Pflanzenarten oder Krankheiten in die USA kommen könnten.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei MUNCHIES US.

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<![CDATA[Fernseh-Werbung gegen Palmöl wird verboten, weil sie zu politisch ist]]>https://munchies.vice.com/de/article/bjex93/anti-palmol-werbung-verboten-zu-politisch-dechMon, 12 Nov 2018 12:13:33 +0000 Dieser Artikel stammt aus unserer Redaktion in Zürich.

Für einmal nimmt sich ein Supermarkt selbst in die Pflicht und schmeisst Palmöl aus den eigenen Produkten – aber die Regierung hat was dagegen. Zum Glück geht es beim ausgesprochenen Verbot gegen die britische Ladenkette Iceland aber nur um die diesjährige Weihnachtswerbung. Die britische Regierung hat beordert, dass der Clip nicht im lokalen TV ausgestrahlt werden soll. Zu politisch sei er, argumentiert Clearcast. Jene Stelle, die dafür verantwortlich ist, die Werbungen für die vier grössten UK-Sender freizugeben.

In der Regulierung heisst es, dass Werbungen abgelehnt werden müssen, wenn diese "von (oder im Namen von) Organisationen" produziert werden, die "gänzlich oder hauptsächlich von politischer Natur" geprägt sind. Greenpeace gilt als solche Organisation und sie steckt auch hinter der Weihnachtswerbung. Wie Comcast in einer Mitteilung bekannt gab, störe sie aber nicht der Inhalt der Werbung, sondern bloss die Tatsache, dass der Clip zuvor schon monatelang auf der Greenpeace-Seite zu sehen war.


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"Wir erhielten die Erlaubnis, das Greenpeace-Logo zu entfernen und den Clip als Iceland-Weihnachtswerbung zu verwenden", erklärt Iceland-Gründer Malcolm Walker gegenüber The Guardian. Sein Sohn Richard, der die Supermarktkette seines Vaters ins Zeitalter des nachhaltigen Konsums führen will, ergänzt: "Wir wussten, dass es ein Risiko gibt, dass der Clip nicht fürs Fernsehen zugelassen wird."

Das Animationsvideo zeigt das Kinderzimmer eines Mädchens, in dem ein kleiner Orang-Utan sein Unwesen treibt. Er hangelt sich die Zimmerpflanze hoch, beäugt Schuhe und Spielzeug und beschimpft das Shampoo, das auf dem Schreibtisch des Mädchens steht. Das Äffchen erklärt mit der Stimme von Schauspielerin Emma Thompson, dass sich Menschen in seinem Wald breit gemacht hätten und seinen Lebensraum brutal gefährden würden. Und warum machen die Menschen das? Wegen dem Palmöl, das in vielen Produkten steckt, die wir täglich brauchen (und wollen): in Lippenstiften und im Shampoo, in unseren Schokoriegeln und Fertigpizzen. Flächendeckende Abholzung und die Zerstörung von Lebensraum für Tiere wie Orang-Utans ist die langfristige Folge.

Um die Werbung doch noch ins britische Fernsehen zu hieven, haben sich bereits über 630.000 Personen an der Unterschriftenaktion auf Change.org beteiligt. "Die Werbung beinhaltet eine wichtige Nachricht – eine die emotional ist, berührt und dabei hilft, eine Information für die Rettung unserer Umwelt zu streuen. Also muss sie ausgestrahlt werden", schreibt Initiator Mark Topps.

Egal ob die Werbung nun über die englischen Fernseher flimmert: Allein durch die Petition sowie Tweets von britischen Prominenten wie etwa "Carpool Karaoke"-Host James Corden haben schon drei Millionen Menschen weltweit den Clip auf YouTube angeklickt.

In der Zwischenzeit will Iceland auf Plan B umschwenken: 10-Sekündige Clips, in denen nur Produkte ohne Palmöl beworben werden.

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<![CDATA[Wer leckeres Street Food will, muss zur amerikanisch-mexikanischen Grenze]]>https://munchies.vice.com/de/article/43ejx3/leckeres-street-an-der-amerikanisch-mexikanischen-grenze-obst-churros-maisFri, 09 Nov 2018 05:00:00 +0000Der Grenzübergang zwischen dem mexikanischen Tijuana und dem amerikanischen San Diego gehört zu den geschäftigsten Grenzübergängen der Welt. Jeden Tag reisen dort 70.000 Fahrzeuge und 20.000 Fußgänger in die USA ein. Wegen des Andrangs dauert die Überfahrt im Auto um die viereinhalb Stunden. In der sengenden Hitze Mexikos ist das eine regelrechte Qual – eine Qual, die noch viel schlimmer ist, wenn ein Autofenster fehlt, weil es von einem Langfinger eingeschlagen wurde, der dir all dein Hab und Gut geklaut hat. Genau das ist bei uns der Fall.

Während die heiße Julisonne den Innenraum unseres Autos so aufheizt, dass selbst die Klimaanlage nichts mehr bringt, frage ich mich zusammen mit meinem drei Mitfahrern, wie wir ohne Pässe am besten durch die Grenzkontrolle kommen. Währenddessen laufen verschiedene mexikanische Street-Food-Verkäufer durch die Autoreihen, lehnen sich runter zu den offenen Fenstern und preisen ihre Waren an. Die noch dampfenden Churros sehen richtig verlockend aus. "Frisches Obst!", rufen sie, während sie dazu ihre Körbe voller Agua-Fresca-Getränke balancieren.

Anstatt uns über den zähfließenden Verkehr und den Diebstahl aufzuregen, geben wir lieber unsere letzten 300 Pesos [gut 13 Euro] für Street Food aus. Eine der besten Entscheidungen des ganzen Trips, wie sich herausstellen soll.


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Als Vorspeise holen wir uns Obstsalat mit Mango, Wassermelone, Banane und Papaya. Für den Geschmack hat der Verkäufer das Obst mit Tajín bestreut. Dabei handelt es sich um eine süchtig machende Würzmischung aus getrockneten Chilis, Salz und Limettensaft. Kostenpunkt für den leckeren und abkühlenden Snack? 100 Pesos.

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<![CDATA[Diese vegane Mayonnaise macht alle glücklich]]>https://munchies.vice.com/de/article/vbnw8a/diese-vegane-mayonnaise-macht-alle-gluecklich-diy-rezeptThu, 08 Nov 2018 14:01:17 +0000Menge: 340 Gramm
Vorbereitung: 5 Minuten
Insgesamt: 10 Minuten

Zutaten

115 Gramm Seidentofu
½ Teelöffel Salz
½ Teelöffel Kala Namak
1 Teelöffel extrafeiner Zucker
60 Milliliter ungesüßte Sojamilch
2 Teelöffel Apfelweinessig
2 Teelöffel Dijon-Senf
250 Milliliter Pflanzenöl

Zubereitung

1. Alle Zutaten bis auf das Pflanzenöl in einem Mixer zusammengeben und so lange durchmixen, bis alles glatt vermischt ist.

2. Den Motor weiter auf mittlerer Stufe laufen lassen und langsam das Öl dazuschütten.

3. Wenn die Mayonnaise etwas dünner werden soll (zum Beispiel für ein Salatdressing), nach dem Öl einfach etwas heißes Wasser hinzufügen, wenn der Motor des Mixers immer noch läuft.

Anmerkung: Dieses Rezept stammt ursprünglich aus dem Buch Smith and Deli-cious: Food From Our Deli (That Happens to be Vegan).

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<![CDATA[True Crime zum Trinken: Dieser Wein macht verurteilte Verbrecher zu Helden]]>https://munchies.vice.com/de/article/d3bzda/true-crime-zum-trinken-19crimes-wein-macht-verurteilte-verbrecher-zu-helden-dechThu, 08 Nov 2018 05:00:00 +0000 Dieser Artikel stammt aus unserer Redaktion in Zürich.

Hast du Diebstahl begangen? Jemanden ausgeraubt oder deine Kleider verbrannt? Hast du heimlich geheiratet? Oder einen Partner zuviel im Bett? Vielleicht hast du dich auch bloss mal als Ägypter ausgegeben. Diese und zahlreiche andere Straftaten brachten dir im England des 18. Jahrhunderts ein Ticket nach Australien ein. Daran erinnert die Weinfirma 19 Crimes, die Mugshots der damals Verurteilten heute auf Wein-Etiketten druckt.

Sie erzählen unter anderem die Geschichte von Jane Castings, deren Gesicht auf den Flaschen der Weinsorte Hard Chard prangt. Die Mutter von vier kleinen Kindern wurde 1846 für sieben Jahre nach Australien verfrachtet, weil sie "Käse und Speck annahm, obwohl sie wusste, dass diese gestohlen waren", wie 19 Crimes schreibt. Das Weingut will mit den Mugshot-Etiketten den dunklen Teil der australischen Geschichte rund um die Sträflingslager beleuchten.


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70 Jahre lang verschiffte die britische Monarchie insgesamt rund 162.000 ihrer straffällig gewordenen Untertanen mit insgesamt 806 Schiffen auf den fremden Kontinent – sofern sie die Reise überhaupt überlebten. An Bord brachen gefährliche Krankheiten aus, viele Schiffe gerieten in Seenot.

Mit den Etiketten der verschiedenen Weine will das australische Gut eine andere Sichtweise auf die Umstände bieten, die britische und irische Verurteilte nach Australien geführt haben. Eines erzählt die Geschichte der Fenian Brotherhood, der Geheimorganisation des irischen Unabhängigkeitskampfes. Der kräftige Rotwein-Blend zeigt James Wilson, einen der 61 Fenians, die 1867 an Bord des Schiffs Hougoumont ihre Reise ins Strafexil antreten mussten.

19 Crimes produziert zwar sehr herkömmliche Weine, die bei einer Blindverkostung wohl nicht gerade den goldenen Korkenzieher gewinnen würden – mit dem erschwinglichen Verkaufspreis von 9,95 Franken (rund 9 Euro) pro Flasche nicht weiter verwunderlich. Passend zur flüssigen Geschichtsstunde liefert 19 Crimes allerdings noch eine App, die das besondere Etikett auf der Weinflasche zum Leben erweckt: Hältst du dein Handy vor die Flasche, fängt der Sträfling darauf an, seine Geschichte zu erzählen. Statt einem gelungenen Marketing-Coup wird der Wein so zum Lehrmittel mit Promille.

Dort berichtet etwa James Kiely, bei einem fruchtigen Glas Shiraz, wie er mit sechs anderen Fenians seinen abenteuerlichen Ausbruch aus dem Straflager in Australien plante – und dann einfach von seiner Bruderschaft zurückgelassen wurde.

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<![CDATA[Amerikanische Käsehändler "adoptieren" Bergbauern, um eine alte Tradition zu retten]]>https://munchies.vice.com/de/article/wj9a35/amerikanische-kasehandler-adoptieren-bergbauern-um-eine-alte-tradition-zu-rettenTue, 06 Nov 2018 05:00:00 +0000In den USA gehören vier Käsesorten zur Grundausstattung eines jeden Supermarkts: Cheddar, Parmesan, Monterey Jack und Schweizer Käse. Vor allem die letztgenannte Sorte ist bei den Amerikanern sehr beliebt: Die löchrigen Scheiben werden mit Freude auf Sandwiches gelegt oder als schmelzende Zutat für Omelettes verwendet. An sich gibt es bei der Massenvariante des milden Käses auch gar nichts zu meckern, aber sie hat mit den tatsächlich in der Schweiz hergestellten Milchprodukten kaum etwas gemeinsam. Weil Käse schon seit vielen Jahrhunderten zur kulinarischen Grundlage des Alpenlandes gehört, hat er dort einzigartige geschmackliche Merkmale.

Die Schweiz ist aber auch eines der Ursprungsländer der Almwirtschaft. Schon vor rund 8.000 Jahren betrieben Bauern dort die traditionelle Art der Viehzucht, bei der die Herden von milchgebenden Tieren während der Sommermonate in die höheren Lagen der umliegenden Berge gebracht werden. Dort fressen die Tiere das saftige Gras, Wildblumen und verschiedene Kräuter. Dieser Speiseplan wirkt sich auf die Milch aus und der daraus entstehende Käse bekommt ein besonders komplexes Geschmacksprofil.

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Seit diesem Jahr nimmt Falk am Adopt-an-Alp-Projekt teil. Sie verkauft jetzt den Käse von Ruosalp. Wie die Unternehmerin erklärt, habe sie mit ihrem Laden von Anfang an das Ziel verfolgt, Produkte von kleinen, örtlichen Käseherstellern zu verkaufen. Als sie dann von Adopt-an-Alp hörte, wusste sie direkt, dass die Methoden der Schweizer Farmer genau zu den Ansprüchen von Mill City Cheesemongers passen.

"Das sind Leute, die die Dinge genau richtig machen", sagt Falk. "Sie gehen nicht den einfachen oder lukrativen Weg. Wir sind stolz darauf, unseren Kunden diese Produkte näherzubringen. Durch diesen Käse lernen wir nicht nur mehr über Essen, sondern auch über kulturelle Tradition."

Im Gegensatz zu massenproduziertem Käse besitzt traditionell hergestellter Schweizer Käse ein viel robusteres Geschmacksprofil, an das man sich vielleicht erstmal gewöhnen muss. Wie Lewis von The Cheese Lady erzählt, hätten ihre Kunden den Käse aus der Schweiz aber schnell lieben gelernt. Und sie seien froh, mit ihrem Kauf eine Jahrhunderte alte Tradition zu unterstützen.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei MUNCHIES US.

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