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Pizza

Mit Pizza wirst du besser im Job

Dan Ariely hat für sein neues Buch Arbeiter in einer Computerchip-Fabrik beobachtet, die am produktivsten waren, wenn sie Pizza oder Lob und Komplimente für ihre Arbeit bekamen.

Daisy Meager

Fällt es dir auch unglaublich schwer, dich morgens zur Arbeit zu schleppen? Pennst du regelmäßig nachmittags auf deiner Tastatur ein? Die Wissenschaft könnte dieses Problem jetzt lösen. Einer neuen Studie zufolge ist Pizza möglicherweise der Schlüssel, um endlich aus dem Arsch zu kommen und die Produktivität am Arbeitsplatz zu erhöhen.

Psychologe Dan Ariely schreibt in seinem neuen Buch Payoff: The Hidden Logic That Shapes Our Motivations, dass wir mit Aussicht auf ein knuspriges Stück Pizza mit viel, viel Käse unsere Tausenden ungelesenen E-Mails viel schneller beantworten und die seit Monaten offenen To-Do-Listen endlich abhaken.

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Für seine Untersuchung hat Dan Ariely Arbeiter in einer israelischen Fabrik beobachtet, die Computerchips zusammengesetzt haben. Den Teilnehmern wurde eine von drei Nachrichten geschickt: Ihnen wurde entweder Pizza, ein Bonus in barvon umgerechnet 23 Euro oder Lob vom Chef versprochen, wenn sie die Tagesziele erreichten. Einige Arbeiter erhielten keine Nachrichten, sodass mit dieser Kontrollgruppe die Produktivität überprüft werden konnte.

Die Aussicht auf Pizza zeigte sich schon zu Beginn des Experiments vielversprechend.

Verglichen mit der Kontrollgruppe hat die Pizza-Gruppe nach dem ersten Tag 6,7 Prozent mehr Computerchips hergestellt. Doch die Arbeiter hatten auch eine Schwäche für Schmeicheleien: Die Lob-Gruppe kam mit einem Anstieg von 6,6 Prozent dicht dahinter auf Platz zwei. Die Boni-Gruppe allerdings lag mit einem Anstieg von nur 4,9 Prozent weit zurück.

Im Laufe der Woche sank die Produktivität der Boni-Gruppeum 6,5 Prozent. Die Gruppen hingegen, denen Pizza und Lob versprochen wurde, blieben weiterhin über dem Produktivitätsniveau der Kontrollgruppe.

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Am Ende hatte die Lob-Gruppe die Nase vorn, doch wie das New York Magazine schreibt, glaubt Ariely, dass Pizza das Rennen gemacht hätte, wenn die Pizza, wie ursprünglich geplant, den Arbeitern nach Hause geliefert worden wäre. Im Buch schreibt er: „So hätten sie nicht nur ein Geschenk bekommen, sondern wären auch noch von ihren Angehörigen als Helden wahrgenommen worden."

Bleibt zu hoffen, dass unser Chef auch bald erkennt, was wir schon lange ahnten.