Diese verstörende 'Mac and Cheese'-Version traumatisiert gerade das Internet

Ist Mac'n'Cheese eigentlich noch Mac'n'Cheese, wenn der Käse nicht geschmolzen ist? Wir haben knallhart recherchiert.

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Okt. 25 2017, 4:30am

Screenshot von Twitter-Userin Jan Levinson

Makkaroni mit Käse, a.k.a. Mac'n'Cheese, ist ein recht einfaches und unkompliziertes Gericht. Gerade in Nordamerika gehört es quasi zu den Grundnahrungsmitteln. "Ein Gericht aus Makkaroni in Käsesoße", definiert das Merriam-Webster Wörterbuch den Klassiker der unprätentiösen Küche. Und laut Duden ist eine Soße eine "flüssige bis sämig gebundene Beigabe zu verschiedenen Gerichten, Salaten, Nachspeisen o. Ä." So weit alles klar? Alles klar!

Dann stell dir jetzt mal das Entsetzen von Twitter-Userin Jan Levinson vor, als sie plötzlich die sehr eigenwillige Interpretation des in den USA fast schon heiligen Gerichts ihrer Bürokollegin erblickte: ein Topf voll mit kalten Nudeln und geriebenem, ebenfalls kaltem Käse. Als sie vergangene Woche ein Foto der missratenen Mahlzeit bei Twitter postete, ging das Bild dann auch umgehend viral.

Screenshot von Twitter.

"Ich fühle mich persönlich angegriffen", schrieb sie in einer Antwort zu ihrem Originaltweet. "Sie hat wortwörtlich gekochte Makkaroni in einen Topf gekippt und dann geriebenen Käse drauf geschmissen – ohne irgendwelche Gewürze."

Es ist definitiv ein alarmierendes Bild: eine große Schüssel blass-labbriger Makkaroni, freudlos dekoriert mit trockenem, synthetischem Streukäse. Viele Beobachter forderten angesichts dieses kulinarischen Frevels offizielle Disziplinarmaßnahmen.

Irgendwie habe ich Mitgefühl mit der unbekannten Kollegin, ihr verunglückter und ästhetisch abstoßender Versuch an einem amerikanischen Lieblingsgericht ist nun zum Sandsack des Internets geworden. Andererseits: Dieses Gericht Mac'n'Cheese zu nennen, ist dann doch ziemlich anmaßend.


MUNCHIES-Video: Mac'n'Cheese mit Matty Matheson


"Nun, ich schätze, technisch gesehen lässt sich das Gericht auf dem Foto als Mac and Cheese bezeichnen", schrieb Koch Michael Ferraro MUNCHIES am Freitag per E-Mail, als ich ihn wegen der Angelegenheit um Rat bat. Ferraro ist der Eigentümer von Manhattans macbar, einem Restaurant, das sich dem einfachen Gericht in unterschiedlichsten Variationen nähert. "Es ist allerdings das mit Abstand traurigste Beispiel, das mir bislang unter die Augen gekommen ist."

"Zuerst einmal: Nein. Du kannst auch nicht einfach eine Maraska-Kirsche in eine Tasse Bilig-Gin schmeißen und das dann einen Cocktail nennen", sagte mir Erin Wade, Besitzer des Homreooms, einem Mac'n'Cheese-Lokal in Oakland. "Mac'n'Cheese muss heiß, cremig, geschmolzen und klebrig sein. Das hier ist nichts davon. Wenn dir auf dieser Welt auch nur irgendetwas heilig ist, dann schmilz deinen Käse."

Damit wäre dann auch alles gesagt: Leute, bitte schmelzt euren Käse.